Lernkonzept der Grundschule
Lernen fürs Leben.
Bei uns darf Schule anders sein.
An unserer inklusiven Grundschule entdecken Kinder die Welt mit Neugier und Mut. Wir begleiten sie dabei, ihre individuellen Stärken zu entfalten und ihren eigenen Lernweg zu gehen. Lernen heißt bei uns, Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam zu wachsen und die Fähigkeiten zu entwickeln, die Kinder brauchen, um verantwortungsvoll, selbstbewusst und flexibel in einer sich wandelnden Welt zu handeln.
Gemeinsam lernen
An unserer Grundschule lernen alle Kinder gemeinsam. Der erweiterte Inklusionsbegriff geht dabei über die reine Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf hinaus. Er versteht Vielfalt als grundlegendes Merkmal von Schule und bezieht alle Formen von Unterschiedlichkeit mit ein – kognitive, soziale, emotionale, sprachliche und kulturelle Diversität.
Individuelle Förderung
Inklusion meint daher die Teilnahme und Wertschätzung aller Kinder im gemeinsamen Unterricht, unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Schule wird dabei als Lern- und Lebensort verstanden, der Vielfalt als Normalität begreift. Wir schauen genau hin, was jedes einzelne Kind braucht, um seine individuellen Lernkompetenzen zu erweitern, und gestalten darauf aufbauend passende Lernangebote.
Lebenspraktisches Lernen
Ein wichtiger Baustein sind unsere „Sternchenstunden“, in denen die Kinder gezielt an unterschiedlichen Schwerpunkten üben, z.B. im lebenspraktischen Lernen (in Schüler:innenfirmen, beim Kochen, Einkaufen oder Verkaufen), in der Leseförderung, im Bereich Feinmotorik, zu emotionalen Kompetenzen oder beim „Um-die-Ecke-Denken“.
Multiprofessionelle Teams
Ergänzend ermöglichen wir durch die Kooperation mit Therapiepraxen auch Therapien direkt im Haus, wie Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Psychomotorik. Jede Lerngruppe wird von einem multiprofessionellen Team aus Grundschullehrkräften, Sonderpädagog:innen und Inklusionsbegleitungen begleitet. So schaffen wir einen Lernort, der den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Kinder gerecht wird.
Unser Konzept auf einen Blick
Bei uns lernt jedes Kind im eigenen Tempo unabhängig vom Alter. Die Kinder lernen voneinander und miteinander. Altersgemischte Gruppen fördern soziale Kompetenzen, Selbstständigkeit und individuellen Lernfortschritt.
Individuelle Förderung in der Grundschule zielt darauf ab, die Lern- und Entwicklungsprozesse aller Kinder bestmöglich zu unterstützen. Dabei steht die Anerkennung und Wertschätzung von Heterogenität im Mittelpunkt: Kinder unterscheiden sich in ihren Interessen, Fähigkeiten, kulturellen Hintergründen und Lernvoraussetzungen. Ziel ist nicht, Defizite auszugleichen, sondern Potenziale zu entfalten und jedes Kind gemäß seiner Möglichkeiten herauszufordern und zu unterstützen.
Zur Förderung von Kindern mit Förderschwerpunkten gehören passgenaue Lernangebote, individuelle Lernziele und unterstützende Maßnahmen. Wichtig ist die Kooperation im multiprofessionellen Team, um Lernprozesse kontinuierlich zu beobachten und zu begleiten.
Gleichzeitig umfasst individuelle Förderung auch das Fordern nach oben: Hochbegabte und schnell lernende Kinder benötigen differenzierte, vertiefende und erweiternde Aufgaben, um ihre Potenziale zu entfalten. Enrichment-Angebote bieten hier passende Zugänge.
Insgesamt bedeutet individuelle Förderung im inklusiven Verständnis, Barrieren im Lernen und in der Teilhabe abzubauen und allen Kindern Entwicklungsspielräume zu eröffnen – unabhängig davon, ob sie mehr Unterstützung oder mehr Herausforderung benötigen.
Freiheit spüren, Vielfalt erleben, gemeinsam wachsen - das ist unser Ganztag!
Die Kinder verbringen den ganzen Tag in einem wertschätzenden, sicheren Umfeld, begleitet von einem multiprofessionellen Team als Lernbegleitungen.
Wir lernen in offenen Lernzeiten über den Tag verteilt, so dass Anstrengung und Entspannung den Bedürfnissen der Kinder angepasst werden. Bei uns gibt es keine klassische 45 Minuten Unterrichtstaktung sondern selbstorganisiertes, individuelles Lernen.
Wir gestalten Lernprozesse so, dass Kinder aktiv, selbstbestimmt und forschend lernen können. Offene Lernformen wie u.a. ein individuell gestalteter Wochenplan, projektorientiertes Lernen, angepasstes Lerntempo oder interessengeleitetes Forschen ermöglichen individuelle Lernwege und motivieren zum lebenslangen Lernen. Wir schaffen Raum für Eigenverantwortung und Kooperation.
Unsere Räume sind Lernlandschaften: Sie fördern Bewegung, Begegnung und ermöglichen jedem Kind, den für sich geeigneten Lernort zu nutzen. Offene Räume schaffen Transparenz, Vertrauen und Kommunikation. Flexible Möbel, Lerninseln, Rückzugsorte und gemeinschaftliche Lernbereiche unterstützen selbstgesteuertes und kooperatives Lernen. Wir verstehen Räume als dritte pädagogische Kraft, die Lernen aktiv mitgestaltet.
Durch gemeinsame Planung, Austausch und regelmäßige Reflexion entwickeln wir unsere Schule stetig weiter. Unser multiprofessionelles Team aus Grundschullehrkräften, Sonderpädagog:innen, Inklusionsbegleiter:innen, Pädagogischen Fachkräften, Therapeut:innen, verschiedenen Ehrenämtler:innen und weiteren Mitarbeitenden arbeiten eng zusammen. Hospitationen, Team-Meetings, Feedback und Fortbildungen fördern unsere Professionalität. Unser Team bildet eine Bildungspartnerschaft mit den Erziehungsverantwortlichen.
Wir befähigen Kinder, Verantwortung für sich, andere und unsere Welt zu übernehmen. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und digitale Bildung sind fest in unserem Schulalltag verankert. Wir fördern umweltbewusstes Handeln, kritisches Denken, Kreativität, Kollaboration, Lernwegtransparenz, Kommunikation, den Umgang mit Emotionen und digitale Kompetenzen. Dabei steht die Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes im Vordergrund.
Uns ist es wichtig, dass jede:r Schüler:in und unsere Mitarbeitende seine:ihre Stärken und Schwächen kennt und sich eigene Ziele zur Weiterentwicklung setzt. Dabei nutzen wir die Methode des Growth Mindsets, um deutlich zu machen, dass Lernen ein Prozess ist. Somit stärken wir eine wachstumsorientierte Lernkultur für mehr Freude, Mut und Selbstwirksamkeit.
Wir leben eine Kultur des Miteinanders, der Wertschätzung und des Respekts. Kinder übernehmen Verantwortung für sich und andere, üben demokratisches Handeln im Themenrat, Grundschulrat und auch in der Schüler:innenvertretung zusammen mit der OSK Gesamtschule. So gestalten sie aktiv das Schulleben mit. Gewaltfreie Kommunikation und gegenseitige Achtung prägen unseren Alltag.
Die nahtlose Verbindung zwischen Grund- und Gesamtschule ermöglicht an der OSK ein kontinuierliches Lernen in einer vertrauten Umgebung.
Durch eine konzeptionelle und pädagogische Verzahnung von Grund- und Gesamtschule ermöglichen wir unseren Schüler:innen einen fließenden Übergang in die weiterführende Schule. Schon heute wird diese Verbindung im Alltag lebendig: durch gemeinsame Pausenangebote, von der Mittelstufe gestaltete Workshops für die Grundschüler:innen sowie erste Einblicke in Lernzeiten der Gesamtschule. So entstehen früh Begegnungen, Beziehungen und ein Gefühl von Zugehörigkeit über Jahrgänge hinweg.
Stimmen aus der OSK
OSK Mutter
"Ansonsten möchten wir Ihnen unseren großen Dank und ein riesiges Lob aussprechen, wie toll es Ihnen und Ihren Kolleg:innen gelingt, das Konzept der Schule auch im täglichen Alltag umzusetzen."
OSK Hospitantin
"Eure Schule ist wirklich eine wahnsinnig gut strukturierte Schule mit einem sehr ausgefeilten Konzept und so viel Liebe und Freiheit für das individuelle Lernen. Da geht mein Herz auf!"
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